Mitgliederbereich der E.N.S.I.G.N. OHG

Osteoporose kann mit Vitalstoffen nicht nur wirksam vorgebeugt werden, sondern auch eine bereits manifeste Osteoporose kann durch die richtigen Mikronährstoffe gut begleitend behandelt werden.

Osteoporose der größten Volkskrankheiten

Derzeit leiden in Deutschland knapp 5,5 Millionen Frauen und 1,5 Millionen Männer, ab dem 50. Lebensjahr an einer Osteoporose. Das bedeutet, dass mindestens jede vierte Frau und jeder 17. Mann über 50 Jahren an einer Osteoporose erkrankt. Dabei zeigt sich ein Unterschied zwischen den Geschlechtern, denn Frauen erkranken aufgrund der Hormonumstellung in den Wechseljahren deutlich häufiger an Osteoporose als Männer (primäre Osteoporose). Aber auch andere Faktoren wie Medikamente (z.B. Kortison), ungesunder Lebensstil wie Nikotin, Alkohol, Übergewicht und Bewegungsmangel fördern eine Osteoporose. In diesem Fall spricht man von einer sekundären Osteoporose.

Bei der Osteoporose handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der immer mehr Knochengewebe abgebaut als aufgebaut wird (Knochenschwund). In der Folge wird der Knochen entmineralisiert und wird brüchig. 80 bis 90 Prozent aller Schenkelhals- und Wirbelkörperfrakturen gehen auf Osteoporose zurück.

Osteoporose entwickelt sich meist langsam und die ersten Osteoporose-Symptome werden von den Betroffenen meist nicht als solche erkannt, da Schmerzen wie Rückenschmerzen und Knieschmerzen auch andere Ursachen haben können. Im fortgeschrittenen Stadium der Osteoporose können jedoch vermehrt Knochenbrüche auftreten, oftmals auch ohne erkennbaren Anlass. Spätestens nach einem Knochenbruch sollte so eine Osteoporose-Basisdiagnostik mit einer Knochendichtemessung und weiteren Untersuchungen durchgeführt werden.

Der Entstehung einer Osteoporose mit Vitalstoffen natürlich vorbeugen

Bei dem Aufbau und Erhalt der Knochendichte spielen Mikronährstoffe eine entscheidende Rolle. Insbesondere Kalzium, Phosphor und Magnesium bilden das anorganische Grundgerüst des Skeletts, doch auch andere Vitalstoffe haben bei der Prävention und der Behandlung von Osteoporose einen hohen Stellenwert.

Folgende knochenrelevante Vitalstoffe dienen der Knochenstabilität und beugen so der Entstehung einer Osteoporose vor bzw. unterstützen eine notwendige medikamentöse Behandlung:

Eine gute Versorgung mit Vitamin D (mindestens 30 ng/ml, besser > 40 ng/ml) ist die Voraussetzung für die Aufnahme von Kalzium, Phosphor und Magnesium aus der Nahrung im Darmtrakt. Alle drei Mineralstoffe sorgen für die Stabilität des Knochens und müssen im Gleichgewicht sein. Im Knochenstoffwechsel fördert Vitamin D die Knochenmineralisation und stärkt die Muskulatur, was zusätzlich Knochenbrüche vermeidet. Mit zunehmendem Alter ist dies sehr wichtig, da die Muskelmasse ab dem 40. Lebensjahr beständig abnimmt, das Vitamin D verlangsamt diesen Prozess. Vitamin D fördert zusätzlich die Heilung nach Knochenbrüchen und stärkt den Gelenkknorpel.

Kalzium ist der entscheidende Mineralstoff zur Vorbeugung einer Osteoporose. 99% des köpereigenen Kalziums finden sich im Knochen lokalisiert. Allerdings wäre es zu einfach die Vorbeugung einer Osteoporose auf die Gabe von Kalzium zu reduzieren. Denn der Knochenaufbau hängt neben dem Kalzium auch von Phosphor bzw. Phosphat ab.

Phosphat unterstützt den Knochenaufbau und ist im Wesentlichen für die Festigkeit des Knochens verantwortlich. Ergänzt wird diese Funktion durch das Magnesium.

Magnesium unterstützt Kalzium bei der Stabilisierung des Knochengerüstes, etwa 60 bis 70% des Körperbestandes sind in den Knochen lokalisiert. Ohne Magnesium kann Vitamin D nicht in die aktiven Formen umgewandelt werden, da die Vitamin-D-Umwandlungsenzyme von Magnesium abhängig sind.

Die Zufuhr von Vitamin K2 in ausreichenden Mengen ist notwendig für die Kalziumverwertung. Es unterstützt die Aktivierung von Osteocalcin, welches wesentlich für die Knochenmineralisation ist, optimiert den Knochenaufbau und hilft bei Prophylaxe und Therapie der Osteoporose. Zahlreiche epidemiologische, klinische und experimentelle belegen, dass das Knochenprotein Osteocalcin für die Knochenmineralisation Vitamin K2 benötigt, damit es in die funktionell wirksame Form, das gamma-carboxylierte Osteocalcin überführt werden kann. Diese gamma-carboxylierten Glutamatbausteine (Gla-Reste) können Kalzium binden, was eine wichtige Voraussetzung für einen normalen Knochenstoffwechsel und somit für eine ausreichende Knochendichte und Belastbarkeit des Knochens ist. Vor diesem Hintergrund wird Vitamin K2 zur unterstützenden Regulierung der Knochenmineralisation empfohlen. Frauen nach der Menopause haben eine verminderte Bildung des carboxylierten, kalziumbindenden Osteocalcins, wodurch der Knochenaufbau gehemmt wird und die vermehrte Osteoporose mitbegründet wird.

Der Aufbau von Knochen ist ein sehr Energie aufwendiger Prozess, die in bestimmten Zellorganellen den sogenannten Mitochondrien bereitgestellt wird. Jede Zelle hat tausende Mitochondrien, je nach dem wieviel Energie sie produzieren muss. Knochenaufbauende Zellen haben besonders viele Mitochondrien, da sie sehr viel Energie benötigen. Damit die Zellen genügend Energie produzieren können ist das Vitaminoid Coenzym Q10 unerlässlich und durch nichts austauschbar. Mit der Nahrung können wir maximal 20 mg Coenzym Q10 am Tag zu uns führen, tatsächlich sollten wir aber täglich 100 mg zur Verfügung haben.

Fazit

Osteoporose kann mit Vitalstoffen begleitend behandelt werden. Insbesondere bei der Verbeugung sind Vitalstoffe wichtig, um den Erhalt der Knochenstruktur zu optimieren. Menschen die noch keine Osteoporose entwickelt haben, aber deren Wert in der Knochendichtemessung zwischen – 1,1 und – 2,4 liegt (Osteopenie, eine Vorstufe der Osteoporose) können mit dem obigen Schema – unter Weglassung der Bisphosphonate – eine Osteoporose vorbeugen und ihre Werte sogar verbessern.